Archiv für die Kategorie 'Allgemein'

Geflüchtete helfen Flüchtlingen in Düsseldorf

15. November 2015

Hunderttausende Geflohene versuchen sich inzwischen in Deutschland zu orientieren und zu integrieren. Dabei helfen wiederum Zehntausende Freiwillige. Darunter wiederum sind Manche, die nun schon einige Jahre hierzulande leben und gut Deutsch sprechen. Menschen aus arabischen, persischen und afrikanischen Ländern können sich zum Einen gut in die Situation der neu Ankommenden hinein versetzen. Sie möchten sich zum Anderen aktiv einbringen in die Hilfe.

Diese Art der freiwilligen Unterstützung ist häufig ein Dankeschön an Organisatoren vor Ort und gleichzeitig ein wichtiges Zeichen der Willkommenskultur.

Zum Beispiel bei der Begrüßung und Erstversorgung der Flüchtlinge, die jeden zweiten Abend mit dem so genannten Train of hope am Flughafen-Bahnhof in Düsseldorf eintreffen.

WDR5-Beitrag Geflüchtete helfen Flüchtlingen, November 2015

Fremdes muss nicht fremd bleiben

6. Oktober 2015

Mit den vielen Menschen aus anderen Ländern kommen auch für uns ungewöhnliche Sitten und Gebräuche nach Deutschland.

Dass Gäste in ihrer Heimat unaufgefordert die Schuhe an der Haus- oder Wohnungstür ausziehen, ist vielleicht nur EIN Beispiel, das nicht jeder von uns sofort verstehen mag. Doch der Schuh gilt in manchen arabischen Ländern als etwas sehr Unreines. Und wie wir spästestens seit Saddam Hussein und George Bush bei seinem Besuch im Irak wissen: Einen Schuh auf einen Menschen zu werfen, ist die tiefste Art der Verachtung.

Aber im Alltag mit geflüchteten und zugewanderten Menschen gibt es seit Eh und Jeh kleine Gesten und spannende Verhaltensmuster, die meistens einen ganz bestimmten Hintergrund haben. Und die hierzulande auch für Irritation und Unfrieden sorgen können…

WDR5-Beitrag, September 2015

 

 

 

 

25.Shakespeare-Festival Neuss

7. Juni 2015

Sein oder nicht sein – das ist hier die Frage!“ Wohl das bekannteste Zitat des englischen Dramaturgen und Literaten William Shakespeare. Ob Hamlet, der Sommernachtstraum, die lustigen Weiber von Windsor oder zahlreiche Königsdramen – Shakespeare ist Pflichtlektüre in der Schule und für viele Menschen einfach gute Unterhaltung im Theater.

Auch deshalb ist das Neusser Shakespeare-Festival so erfolgreich. Zum 25.Mal treffen sich von Ende Mai bis Ende Juni wieder Shakespeare-Kompanien und Fans aus aller Welt. Gespielt wird in einem Nachbau des historischen Rundtheaters, dem so genannten Globe, Vier Wochen lang ist das Gelände an der Neusser Rennbahn ein Treffpunkt für Theaterfreunde jeden Alters.

Ein Rückblick auf 25 Shakespeare-Festivals mit dessen Leiter Rainer Wirtz…

WDR5-Beitrag,  Juni 2015

Rose

Mehr Informationen zum Festival 2015 hier

Schulinklusion immer noch nicht hürdenfrei

25. Mai 2015

Kinder haben das Recht auf gemeinsames Lernen. Ob mit oder ohne Behinderung. So will es NRW-Landesschulministerin Sylvia Löhrmann. Schrittweise hat sie die so genannte Inklusion in den Schulen des Landes durchgesetzt.

Wie üblich zählt hierbei vor allem der Elternwille. Die Eltern können für ihr Kind mit Behinderung auf einen Platz in der Regelschule statt in der Förderschule bestehen. Laut Gesetz muss die Stadt diesen Platz zur Verfügung stellen. Doch in der Praxis gestaltet sich das nicht so einfach; zumal manche Kinder recht intensiv betreut werden müssen. Dazu braucht es Personal und Geld, was die Kommunen in NRW bekanntlich immer weniger haben.

In einer Grundschule in der Innenstadt von Hilden lernen Kinder mit und ohne Behinderung seit vielen Jahren zusammen…

WDR 5-Beitrag  Schulinklusion, Mai 2015

 

Wie funktioniert eine Bürgschaft / Verpflichtungserklärung für Flüchtlinge

1. Mai 2015

Viele Flüchtlinge sind inzwischen schon länger hier in NRW. Vor allem die Syrer erhalten in der Regel eine zweijährige Aufenthaltserlaubnis von den Behörden. Oft jedoch sind die Familien getrennt. Die Einen leben noch im Krisengebiet, die Anderen wähnen sich bei uns in Sicherheit. Um Familienangehörige nachziehen zu lassen, bietet das Ausländerrecht so genannte Verpflichtungserklärungen an. Also Bürgschaften, durch die Menschen aus anderen Ländern zumindest eine begrenzte Zeit hierher kommen dürfen. Doch die Sache hat – wie könnte es anders sein – zahlreiche bürokratische Hürden.

In Hilden gibt es eine kirchliche Flüchtlingsinitiative, die inzwischen mehr als 60 Bürgschaften übernommen hat…

WDR5-Beitrag, April 2015

Widerstand in den letzten Kriegstagen in Düsseldorf

18. April 2015

Die letzten Kriegstage im Rheinland vor 70 Jahren waren dramatisch. Seit Februar 1945 rückte die amerikanische Armee von Westen vor, eroberte Aachen, Köln und gemeinsam mit den Briten viele Städte des Ruhrgebiets. Meistens ohne große Gegenwehr deutscher Soldaten.

Das war in Düsseldorf etwas anders. Dort regierten hoch fanatisierte Nationalsozialisten; an der Spitze ein Gauleiter, der den Befehl gab, alle Rheinbrücken zu sprengen, Gas- und Wasserleitungen sowie Stromkabel zu zerstören und die Stadt komplett zu evakuieren.

Düsseldorf war jedoch im April 1945 völlig eingekesselt von amerikanischen Truppen. Deren Plan war, die Stadt sturmreif zu schießen. In dieser Situation bildete sich eine kleine Gruppe des Widerstands gegen die Nazis. Später bekannt als „Aktion Rheinland“…

WDR5-Beitrag Widerstand in Düsseldorf 1945 (April 2015)

Mehr Information zum Thema und zur Veröffentlichung der CD – Widerstand gestern, heute, morgen gibt es hier

 

Hürdenlaufen bei der Flüchtlingsbetreuung

4. März 2015

Immer mehr Flüchtlinge strömen auch nach Nordrhein-Westfalen. Damit entstehen massive Probleme für die Kommunen bei der Unterbringung der Asylbewerber und Bürgerkriegsflüchtlinge. Verbände wie Caritas, Diakonie, Rotes Kreuz und AWO organisieren die Betreuung der Ankömmlinge.

Die Welle Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge durch Bürger ist in manchen Städten und Gemeinden beeindruckend. Wer einen Menschen aus Irak, Syrien oder aus Nigeria mal in sein Haus oder seine Wohnung eingeladen hat, der lässt sich auf ein Abenteuer ein, für das man viel Kraft, Ausdauer und Zeit benötigt. Dass im Alltag der ehrenamtlichen Betreuung viele Stolpersteine lauern, zeigen die Beispiele aus Düsseldorf…

Radiobeitrag Flüchtlingshilfe, WDR5, März 2015

Mehr Infos und Hilfe zur Flüchtlingshilfe in Düsseldorf gibt es hier

Mehr Hintergrund und weitere Radiogeschichten zum Thema Flüchtlinge hier

Musik und Notencover der 1920-er Jahre als Ausstellung

4. März 2015

Schlager – jeder kennt welche, doch was für ein seltsamer Name. Schlager ist eigentlich ein Begriff aus dem Kaufmännischen – ein Verkaufserfolg. In den 1920-er Jahren ist das Wort erstmals für eine neue Musikrichtung eingesetzt worden. Lieder mit Texten, die die Vergnügungssucht der Menschen nach dem 1.Weltkrieg zum Inhalt hatten.

Das Kreismuseum in Dormagen-Zons zeigt von Sonntag an rund 140 Original Titelseiten von Musiknoten der 20-er Jahre. Wenn man so will die Vorgänger des Plattencovers. Sammler zahlen heute eine Menge Geld für diese besonderen Zeichnungen und Handschriften.

In der Ausstellung sind dazu die Schlager der damaligen Zeit zu hören.

Radiobeitrag Ausstellung WDR5 / WDR4 , Februar 2015

Die gesamte Schau steht unter dem Motto: „In der Bar zum Krokodil“. Zu sehen bis Anfang Juni im Kreismuseum Dormagen-Zons.

Flüchtlinge erzählen – ein Stück Traumabewältigung

21. Januar 2015

Die Flüchtlingsströme nach Deutschland reißen nicht ab.Besonders im Fokus sind die Menschen, die das vom Bürgerkrieg völlig verwüstete Syrien verlassen. Die Möglichkeiten, dort weg zu kommen, sind immer schwieriger und dramatischer. Selbst wer einen Pass besitzt, kann kaum ausreisen. Seit Jahresbeginn hat Libanon seine Grenzen dicht gemacht. Ohne Visum dürfen keine Syrer mehr einreisen.

Dass es vor allem junge und meist gut ausgebildete Menschen sind, die aus Syrien flüchten, zeigt der Fall von Mohammed. Seine Familie war in Syrien durchaus wohlhabend. Rund 50 Kilometer von Damaskus entfernt war das Leben lange Zeit unbeschwert. Doch nun sitzt der diplomierte Machinenbauer in einem Düsseldorfer Flüchtlingsheim. Der Kontakt zur Familie ist vor Weihnachten abgerissen. Die einzigen Erinnerungen an zu hause hütet er wie einen Schatz – die Bilder auf seinem Handy…

Syrienflucht – Radiobeitrag WDR5-Morgenecho, Januar 2015

Freundeskreis in Syrien vor dem Krieg

als Maschinenbauingenieur im Einsatz

Die Heimatstadt heute

Flucht mit Hindernissen über das Mittelmeer

Kochkünste in der Wohnheimküche

 

Düsseldorf macht mobil gegen DÜgida

12. Januar 2015

Kleingeister, Rassisten und Intoleranz haben in Düsseldorf keinen Platz. Deshalb gibt es nun ein breites Bündnis gegen die angekündigten Abendspaziergänge des Pegida-Ablegers. Den angeblichen Rettern des Abendlandes weht breiter Protest entgegen. Unter dem Motto „Düsseldorfer Kultur und Sport für Humanität · Respekt · Vielfalt“ haben sich bereits prominente Redner wie Oberbürgermeister Thomas Geisel, der Vorsitzende des Kreises der Muslime in Düsseldorf, Dr.Dereköy  und NRW-Landtagspräsidentin Carina Gödecke geäußert zu Menschen, die in diesen Wochen Stimmung machen gegen Migranten, Flüchtlinge und Asylbewerber.

Die rechtsgerichteten Extremisten blieben bei ihrem Marsch weitgehend im Dunkeln,  weil Unternehmen, Oper, Tonhalle, Kirchen und städtische Gebäude um Punkt 18.30 Uhr das Licht ausschalteten; ein großartiges Zeichen an Solidarität für Freiheit, Demokratie und vor allem ein Zeichen für die vielen Flüchtlinge, die natürlich herzlich willkommen sind in der Stadt.

Nun geht es weiter am Montag, 19.Januar ab 18.30 in der Düsseldorfer Friedrich-Ebert-Straße. Diesmal rechnen alle Gegendemonstranten mit einem deutlich kleineren Häufchen Elend, da sich Pegida und deren Düsseldorf-Ableger bereits zerstritten haben.

Hier der Aufruf des Bündnisses:

Mehr Infos gibt es hier

Außerdem hat mein Kollege JaAchim Geschke hervorragende Geschichten zusammen getragen. Die sind hier  nachzulesen.

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